Corona | das Familien-Home Office

Corona | das Familien-Home Office

Geschrieben am 21.03.2020
von Romina Schwippl



Home Office als Teil von New Work

Unsere Arbeit wird immer mobiler und gewisse Arbeiten können von überall ausgeführt werden und bedürfen keiner Anwesenheit im Büro. Rund 30% der Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern die Arbeit von Zuhause aus. Wobei hier Deutschland sicherlich noch Nachholbedarf im internationalen Vergleich hat.

Seit 16.03.2020 ist die Quote der Heimarbeit jedoch drastisch und unvorhergesehen gestiegen. Aufgrund der Corona-Entwicklung befinden sich überdurchschnittlich viele Arbeitnehmer mehr oder weniger freiwillig im Home Office.

Auch wenn viele Befürworter des Home Office in dieser Situation die Chance sehen, dass sich die Heimarbeit endlich als Standard in jedem Unternehmen durchsetzt, so muss das Home Office sich derzeit unter besonders schwierigen Bedingungen bewähren.


 


Besondere Herausforderungen des Home Office

Derzeit gestaltet sich das Home Office sicherlich schwieriger als unter normalen Umständen. Denn man befindet sich zurzeit nicht alleine Zuhause und kann in Ruhe seiner Arbeit nachgehen, sondern die gesamte Familie ist in das Home Office versetzt worden.

So teilt man sich dieser Tage sein Büro also mit dem Partner/der Partnerin und den Kindern. Diese besonderen Umstände erschweren sicherlich die optimale Gestaltung des Home Office (10 Tipps für das Home Office).


 


Herr K., Patient in unserer Praxis, hat mit seiner Frau und seinem Sohn eine “Familien-Firma” gegründet. Jeder hat nun offiziell sein eigenes Büro, Herr K. arbeitet öfter von Zuhause aus und hat deswegen ein eigenes Büro. Seine Frau hat ihren Arbeitsplatz (s. Checkliste) im Wohnzimmer eingerichtet. Der Sohn hat seinen Schreibtisch in seinem Zimmer optimiert und erhält täglich Aufgaben und Wochenlernpläne von seinen Lehrern.

Jeden Morgen um 8:30 Uhr treffen sich die drei zu einem Check-In. Jeder stellt seine heutigen Ziele, Aufgaben und To-Do's vor. Danach beginnt jeder in Ruhe mit den eigenen Aufgaben am eigenen Arbeitsplatz. Die Mittagspause verbringen alle gemeinsam in der Küche und gehen je nach Wetter eine kleine Runde spazieren. Danach folgt weiteres konzentriertes Arbeiten. 


 


Die Soziale Kaffeepause

Gerade in der aktuellen Situation, in der alle sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren werden müssen, merkt man, wie gut der Plausch an der Kaffeemaschine eigentlich tut. Hier erfährt man private Geschichten, kann kurz über seine Arbeit schimpfen oder einfach 2 Minuten mit sinnlosen Worten verbringen.

Auch bei Familie K. gibt es diese Kaffeepause, um nochmal eine Lockerung in den Nachmittag zu bringen. Vor dem Feierabend wird dann schließlich ein gemeinsamer Check-Out gemacht. Was lief an diesem Tag gut, welche Aufgaben konnten erfolgreich bearbeitet werden, worauf ist jeder stolz, was muss auf den nächsten Tag verschoben oder weiter fortgeführt werden.

Gemeinsam wird dann der Feierabend beschlossen, indem das Diensthandy und der PC ausgeschaltet werden und das Abendessen vorbereitet wird.


 

Auch wenn die aktuelle Zeit uns sicher einiges abverlangt, so zeigt dieses Beispiel doch auch, dass sie uns eine Chance bietet, um an uns zu wachsen und neue Wege zu gehen.