Aktive Mittagspause

Aktive Mittagspause

Geschrieben am 01.04.2020
von Nina Seevogel



Jetzt ein kleines Mittagsschläfchen…“ - kennst du auch diesen Satz? Manchmal fühlt man sich nach der Mittagspause antriebslos und müde und sehnt sich nach Ruhe und Erholung.

Mit einer aktiven Pause kehrst du entspannt und mit neuer Energie an deinen Arbeitsplatz zurück. Besonders wenn du in deinem Büroalltag lange sitzt oder stehst, ist Aktivität in der Mittagspause besonders wichtig, um deinem Körper eine Auszeit zu geben.

Das heißt also: in der Mittagspause wird nicht durchgearbeitet!


 


Tipp #1

Du machst erst eine kleine Übung, die deine Muskulatur kräftigt und dehnt. Das kann eine kurze Yoga-Einheit im Stehen oder Sitzen sein (Yoga im Büro) oder eine Runde Joggen um den Block mit anschließender Dehnung. Alternativ kannst du auch einfach 50-100 Jumping Jacks einbauen – das Dehnen nicht vergessen.

Effekt:

Du fokussierst dich auf deinen Körper, gewinnst Achtsamkeit und steigst aus dem Gedankenkarussell aus. Eine gestärkte Muskulatur vermindert und vermeidet körperliche Beschwerden und fördert zusätzlich deine Konzentrationsfähigkeit.

Grund:

Durch langes Sitzen kommt es häufig zu einer verkürzten Muskulatur, sowohl im Hüftbeuger als auch im Brust- und Nackenbereich. Die Muskulatur will gedehnt und gelockert werden, um Verspannungen und Beschwerden entgegenzuwirken.

 


Tipp #2

Idealerweise gönnst du dir ein gesundes, leichtes Mittagessen an einem schönen Platz deiner Wahl (nicht am Arbeitsplatz!). Genieße deine Mahlzeit und achte auch mal auf die Farben und Strukturen deines Essens. Wie schmeckt es dir?

Effekt:

Du wirst Genuss, Dankbarkeit und Gelassenheit empfinden, dass du dir Zeit für dich und dein Wohlbefinden nimmst.

Grund:

Indem wir uns Zeit nehmen, die Kleinigkeiten zu schätzen, treffen wir automatisch gesündere Entscheidungen und fokussieren uns wieder auf Positives.

 


Tipp #3

Im Anschluss geht es für ein paar Schritte an die frische Luft, um mental Abstand und Erholung vom Vormittag zu gewinnen und nebenbei auch noch die Nackenmuskulatur zu lockern. Falls das Wetter schlecht ist oder es dir nicht möglich ist rauszugehen: nimm die Treppe, geh noch ein paar Meter egal wohin – Hauptsache du bewegst dich.

Effekt:

Durch zügiges Gehen werden gesundheitliche Risiken vermindert und du kehrst motivierst und konzentriert an die Arbeit zurück, was zu höherer Produktivität und Kreativität führt.

Grund:

Schon ein zügiger Spaziergang in der Mittagspause wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, baut das Stresshormon Cortisol ab und fördert die Durchblutung der Muskulatur und des gesamten Bewegungsapparates. An der frischen Luft stärken wir außerdem unser Immunsystem. Durch das Tageslicht werden wir mit Vitamin D versorgt, sodass unser Körper Infekte besser abwehren kann.

Durch die körperliche Aktivität werden neue Nervenzellen im Gehirn gebildet, besonders im Bereich, der für unser Erinnerungsvermögen zuständig ist. Außerdem sorgt Bewegung für eine vermehrte Durchblutung des Gehirns, welches somit verstärkt mit Sauerstoff und Glucose versorgt wird. Wir können anschließend optimal arbeiten und die Konzentration lange aufrechterhalten. Oft reichen schon 20-30 Minuten an körperlicher Aktivität, um diese Prozesse erreichen zu können.

 



Tipp #4

Wiederholen, wiederholen und das Ganze zur Gewohnheit machen. Erschaffe dir eine Routine, auf die du dich jeden Tag freust. Klar, anfangs wird es dich vielleicht Überwindung kosten die alten Gewohnheiten abzulegen, aber ein paar Wochen später kannst du es dir ohne deine neue Routine nicht mehr vorstellen – davon bin ich überzeugt!

Effekt:

Die aktiven Pausen machen dich glücklich und wirken sich positiv auf deine Psyche aus. Du wirst süchtig nach deinen individuellen Routinen.

Grund:

Durch Bewegung steigt die Konzentration der Botenstoffe im Körper, die Glücksgefühle auslösen und das Wohlbefinden steigern. Positive Erfahrungen speichern wir als Belohnung ab und wollen wir natürlich wiederholen.


 


Hätte ich die Zeit...

Zum Schluss: vielleicht denkst du dir jetzt: „Schön, wenn ich die Zeit hätte...“ Fair enough – aber ein paar Minuten sind immer drin, oder? Am Ende geht es nicht darum, dass du dich quälst, sondern du dir durch Bewegung etwas Gutes tust.

Priorisiere deine Aufgaben und sei dir bewusst, dass DU der Entscheider bist.


 


Für mehr Aktivität während des Bürotags:

Rücken-Fit